Tierarztpraxis Dr. Barbara Seibert

- Über mich -

Dr. Barbara Seibert

Mystischer Waldspaziergang im südlichen Münsterland

"Ich liebe es mit meinem Hund durch die heimischen Wälder zu streifen".

Meine Reisen

Reisen - für mich die schönste aller Freizeitbeschäftigungen.
Wenn es nicht auf Spurensuche zu den Wölfen geht, dann in Länder, die touristisch möglichst wenig erschlossen sind.

Wolf

Estland

Bär

Schon als Jugendliche haben mich die Erzählungen der Erwachsenen aus dem Baltikum fasziniert und so kam es mir sehr gelegen, dass ich als seinerzeit noch einzige Vertreterin des Arbeitskreises „Wolfsreisen“ der „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe“ (GzSdW) Reiseziele vorschlagen und die Reisen organisieren durfte.

Meer

Am Flughafen in Tallin wurden wir von unseren beiden Guides Bert Rähni (Wildbiologe) und Marco Kübarsepp (Wolfsexperte) abgeholt und per Kleinbus in den Südwesten des recht kleinen Landes zum Sooma Nationalpark gebracht. Unsere Pension Villa Riverrose mit ihrem großen Garten liegt direkt an einem ruhigen Fluss, in dem man sich nach jedem Saunagang abkühlen und natürlich baden kann. Unsere Pensionswirtin Anna verwöhnte uns mit köstlichen regionalen Gerichten – eine echte Erholung nach unseren teils sehr abenteuerlichen Wanderungen ins nahe gelegene Wolfsgebiet. Hier befindet sich das größte Hochmoorgebiet Europas außerhalb von Russland. Es gibt neben Wölfen auch Biber, Elche und Braunbären. Wie immer trafen wir natürlich nur die Hinterlassenschaften der Wölfe: Kothaufen, abgenagte Knochen von einem Reh und Hinweise auf einen sog. Nestplatz.

Maraton

Umso erfolgreicher waren wir mit der Bärenbeobachtung.

Landschaft

Unsere Guides besitzen ein eigenes kleines Reisebüro für Natur- und Erlebnisreisen und dazu gehört auch eine Bärenhütte. Weitestgehend geräusch- und geruchssicher abgeschirmt, bietet die Bärenhütte mit Fenstern in alle Himmelsrichtungen den Besuchern die Möglichkeit zur Bärenbeobachtung. Diese findet vom späten Nachmittag bis zum frühen Morgen statt, zum Schlafen stehen acht Betten zur Verfügung. Immerhin kamen vier verschiedene Bären im Laufe des Beobachtungszeitraums vorbei, immer einzeln, nie zusammen. Außerdem ein diebischer Marderhund, der es auf die Fischköder der Bären abgesehen hatte und zügig verschwand, sobald ein Bär auftauchte.

Bär im Wald

Und dann die Tage an der Ostsee. Vorbei an alten Herrenhäusern und Alleen fahren wir Richtung der russische Grenze ans Meer. Wir wandern durch alte Fischerdörfer und Kiefernwälder mit vielen Flechten und Moosen – auf einmal endet der Wald und wir blicken ins offene Meer mit kleinen vorgelagerten Inseln und Felsen, auf denen sich Alke und Möwen tummeln.

Hütte

Das Kontrastprogramm zu dieser unberührten Natur war der Aufenthalt in der estnischen Hauptstadt Tallin, einer wunderschönen mittelalterlichen Stadt. Auf einmal sind die Straßen randvoll mit Menschen aus aller Herren Länder gefüllt – die Kreuzfahrtschiffe sind angekommen, an manchen Tagen vier Stück. Am Abend ist alles wieder ruhig, bis das nächste Schiff anlandet.

Von Moskau nach Peking

9000 km mit der Transsibirischen Eisenbahn

Moskau

Ein lang gehegter Wunsch ging für mich in Erfüllung, als 2017 über die Tierärztekammer Westfalen-Lippe für Tierärzte und ihre Partner ein tolles Angebot offeriert wurde: mit der Eisenbahn von West nach Ost quer durch Russland bis nach China fahren!

Moskau

Unser Flug ging bis nach Moskau – und nach einem zweitägigen Aufenthalt mit Sightseeing, Museumsbesuch und Führung durch eine Tierklinik ging es für uns für die folgenden zehn Tage mit diversen m.o.w. langen Zwischenstopps auf die Schiene. In unserem Waggon befanden sich Abteile für vier Personen, die überwiegend von einheimischen Reisenden benutzt wurden, die mit Kind und Kegel unterwegs waren in die Weiten Sibiriens. Mit unseren Abteilnachbarn, einem belgischen Professor und seiner Tochter, hatten wir unglaublich viel Spaß. Das Essen im Speisewagen war einfach und gut. Allabendlich trafen wir uns im Abteil eines russischstämmigen Kollegen, bei Wodka und Knoblauchgurken! Und mit Olga hatten wir die beste Reiseleiterin, die man sich denken konnte.

Moskau - Peking

Im Ural verläuft die Grenze zwischen Europa und Asien; wir befanden uns jetzt in der westsibirischen Tiefebene. Endlose Wälder aus Birken und Kiefern zogen an unseren Fenstern vorbei, gelegentlich unterbrochen von den Bahnhöfen, an denen wir aussteigen und uns umschauen konnten. Dort boten Frauen Obst, Gemüse und selbstgemachte Handarbeiten an, Hunde, die den Fahrplan kannten, kamen herbeigeeilt, um sich vom Schaffner ein paar Leckerbissen abzuholen – und dann ging es wieder weiter gen Osten.

Moskau - Peking

Das Highlight der Reise war für mich der dreitägige Aufenthalt am Baikalsee. Nachts um drei Uhr wurden wir in Irkutsk von einer einheimischen Reiseführerin am Zug abgeholt und, nachdem wir alle in einem Reisebus Platz genommen hatten, mit einem schamanischen Ritual und einem Glas Wodka begrüßt. Danach ging es zu unserer ca. 70 km entfernten Pension direkt am Baikalsee, dem größten und ältesten Süßwassersee unserer Erde. Diese Region ist ein einziger Traum – geprägt von diesem wunderbaren See, den umliegenden Gebirgsketten und dem uralten schamanischen Wissen der Menschen.

Moskau - Peking

Das Kontrastprogramm erwartete uns in Peking. Hochhäuser aus Beton und Strommasten, soweit das Auge reicht, Menschen und Autos ohne Ende und ständige Beschallung aus zahllosen Lautsprechern. Aber unsere chinesische Reiseführerin Fee, die Olga in Peking ablöste, zeigte uns die großartigen Kulturschätze ihrer Heimat: die verbotene Stadt, die Ming Gräber und natürlich die chinesische Mauer. Die pekinger Kleintierklinik durfte bei unsere Reise auch nicht fehlen. Der beeindruckenste Patient war ein riesiger Tibet Mastiff, der mit 250 000 Euro wohl einer der teuersten Hunde der Welt ist. Diesen Hund nahmen wir eher am Geruch wahr, als das wir ihn sahen, denn dieses Tier lies sich nicht bürsten.

Zurück nach Deutschland ging es mit dem Flugzeug - ade Peking, ade Russland!

MONGOLEI

Im Sommer 2013 war das eine dreiwöchige Reise in die (äußere) Mongolei. Das erklärte Ziel war ein Besuch bei den Schamanen im Hohen Altai.

Mongolei

Der hohe Altai

Mit unserer mongolischen Reiseleiterin Orgi, die perfekt deutsch spricht und den drei Fahrern ­ wir waren mit drei Toyota Landcruisern unterwegs ­ ging es von Ulan Bator 2000 km Richtung Westen quer durch eine nahezu menschenleere Landschaft ­ ohne Straßen, ohne Wegweiser. nur Taiga, Steppe, Berge, Wüste. Wir übernachteten in Jurten oder Zelten, wuschen uns mit dem eiskalten Wasser der Bergbäche oder Flüsse und begegneten immer wieder Herden von Schafen, Yaks und Pferden. Mitunter trafen wir Nomaden, die hocherfreut über diese willkommene Abwechslung sich gern auf Gespräche mit unseren Reisebegleitern einließen. Wir durchquerten mit unseren Geländewagen reißende Flüsse, fuhren enge Bergpässe hinauf und galoppierten auf den kleinen wendigen Pferden der untergehenden Sonne entgegen.

Eindrücke von der Mongolei Reise

Immer wieder trafen wir auf den Passhöhen auf Owoos. Unsere Fahrer hielten jedesmal an und umrundeten sie dreimal, wir gingen natürlich mit. Owoos sind Steinhaufen, die in der Mitte mit einem blauen Tuch geschmückt sind und in denen die Reisegottheiten wohnen. Ihre Umrundung gilt als Bitte für eine gute Reise, dafür legt man eine kleine Spende dazu, die eben ein Stein sein kann. Wir sahen aber auch Wodkaflaschen, Krücken oder eine alte Sonnenbrille. In der Mongolei sind Buddhismus und Schamanismus die Volksreligionen. Das impliziert den Animismus, den Glauben an die Belebtheit aller Dinge.

In unserer letzten Reisewoche erreichten wir den Hohen Altai ­ ein sagenumwobenes Gebirge mit etlichen Viertausendern, Gletschern und Bergwiesen voll von den schönsten Orchideen. Unser Führer, der Ehemann der Schamanin, ritt mit uns in die entlegensten Seitentäler, um uns die Schönheit der Bergwelt zu zeigen. Am Abend dann in der bescheidenen Jurte die Zeremonie der Schamanin, begleitet von ihrem Trommeln und Singen, wodurch der Kontakt zur Geisterwelt hergestellt wird.

Eindrücke von der Mongolei Reise

Es war eine wunderbare, einmalige Reise. Vielleicht fahre ich noch mal hin.

ARMENIEN

Im Mai 2015 besuchte ich in Eriwan einen Homöopathiekongress. Daran anschließend fand eine Rundreise durch die geschichtsträchtige, dramatische Landschaft der Kaukasusregion statt.

Eindrücke von der Armenien Reise

Der heilige Berg Ararat